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cité des sciences

das Nationalarchiv

Das Gesetz über den Bau und die Ausstattung eines neuen Gebäudes für das Nationalarchiv und die Entwicklung des umliegenden Gebiets wurde am 28. August 2020 verabschiedet. Das Projekt wurde dem Belval-Fonds, einer öffentlichen Einrichtung, die für die Entwicklung staatlicher Einrichtungen auf dem Belval-Gelände zuständig ist, anvertraut und ist Teil des größeren Bauprogramms für die Stadt der Wissenschaft, Forschung und Innovation. Diese umfasst zwei zentrale Entwicklungszentren: das Universitätszentrum nördlich der Hochofenterrasse und das soziokulturelle Zentrum im Süden. Das soziokulturelle Zentrum, dessen Mittelpunkt der erhaltene Industriekomplex der Hochöfen bildet, beherbergt die Universitätsbibliothek und die Konzerthalle Rockhal und wird daher auch das neue Gebäude des Nationalarchivs beherbergen.
 
Das Gebäude besteht aus drei separaten Baukörpern mit jeweils eigener Funktion und Architektur, die in fünf Hauptfunktionszonen gegliedert sind.
 
Das Gebäude besteht aus drei Baukörpern: einem für Lagerräume, einem für Verwaltung, Logistik und Besucherbereiche sowie einem Pufferbereich. Im Erdgeschoss ruhen diese drei Baukörper auf einem Sockel, der die Empfangs- und Ausstellungsbereiche sowie alle Räume mit den technischen Anlagen des Gebäudes beherbergt.
 
Die horizontalen Linien der Baukörper verleihen dem Projekt eine gewisse Zurückhaltung im Kontrast zur Vertikalität der Hochöfen. Die Lage des Nationalarchivs, etwas zurückgesetzt von den Industrieruinen, schafft einen öffentlichen Platz, der die Wirkung der umliegenden Gebäude unterstreicht.
Nachhaltiges Bau- und Energiekonzept
 
Das neue Gebäude des Nationalarchivs ist ein Plusenergiegebäude (unter Berücksichtigung der grauen Energie der Baumaterialien und ihrer Verarbeitung). Dies wird erreicht durch:
 
Die Verwendung von recycelbaren, wiederverwendbaren und umweltschonenden Materialien.
 
Die Minimierung des Energieverbrauchs des Gebäudes durch Optimierung passiver Bauteile (Gebäudehülle), Schaffung einer Pufferzone und Einsatz hocheffizienter technischer Systeme und Anlagen.
 
Die Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien umfassen 5.700 m² Photovoltaikmodule mit einer Jahresproduktion von 590.000 kWh, verglichen mit dem geschätzten jährlichen Stromverbrauch des Gebäudes von 420.000 kWh; 20 Erdwärmesonden, die an ein Wärmepumpensystem angeschlossen sind und fast 65 % des Heizbedarfs des Gebäudes decken; und einen Erdwärmesonden-Wärmetauscher zur Vorwärmung (auch bekannt als kanadischer Brunnen), der den Energiebedarf um ca. 17 % reduziert.
 
Projektmanagement:
 
Architekt: Paul Bretz Architectes Sàrl
 
Bauingenieur: Milestone Consulting Engineers
 
Gebäudetechnik: BLS Energieplan Sàrl